Technikgeschichte(n) erleben mit PLAYMOBIL

Vom 12. April bis 25. August 2019 bevölkern tausende PLAYMOBIL-Figuren das Deutsche Museum Bonn. Der Hamburger Künstler Oliver Schaffer inszeniert imposante Schaulandschaften rund um die großen Leitthemen des Hauses: Wissenschaft und Technik.

Vom Teilchenbeschleuniger über Luft- und Raumfahrt, Polarforschung und Archäologie bis hin zu Flughafen und Auto-Produktion reicht das Spektrum der Themen und Szenarien, die mit Hilfe des Kult-Spielzeugs zum Leben erweckt werden.

Und wie werden die bunten Kunststofffiguren eigentlich hergestellt? Auch dies können die Besucher der Ausstellung im Deutschen Museum Bonn anschaulich erleben. Eine Spritzgießmaschine der Firma Dr. Boy aus Neustadt-Fernthal im Landkreis Neuwied wird im Rahmen von Vorführungen "live" PLAYMOBIL-Hasen produzieren, die den berühmten Dürer-Hasen nachgebildet sind.

"Die PLAYMOBIL-Dioramen erzählen charmante Technikgeschichten, die wir wunderbar mit der realen Technikgeschichte ergänzen", spielt Museumsleiterin Andrea Niehaus auf den Ausstellungstitel an. Zusammen mit ihrem Team freut sie sich über den gelungenem Brückenschlag zwischen phantasievollen Schaulandschaften und transparenter Technikvermittlung.

Die fränkische Firma geobra Brandstätter aus der Nähe von Nürnberg brachte das Systemspielzeug PLAYMOBIL vor 45 Jahren auf den Markt. Seit 1974 verkörpern die 7,5 cm großen Kunststofffiguren kreative Spielkultur in den Kinderzimmern. PLAYMOBIL hat Spielzeug-Geschichte geschrieben: Die kleinen lächelnden Figuren mit ihrem unendlich kombinierbaren Zubehör zeigen historische wie phantastische Szenarien, sie bilden aber auch den Alltag und dessen rasche Veränderung ab. 2019 sind sie nun zu Gast im Deutschen Museum Bonn.

Oliver Schaffer, der selbst als Kind mit den PLAYMOBIL-Figuren spielte, besitzt mit mehr als 50.000 Figuren und über 500.000 Einzelteilen eine der größten PLAYMOBIL-Sammlungen der Welt. Schaffer ist von seinem neuesten Projekt begeistert: "PLAYMOBIL ist mehr als ein Spielzeug. PLAYMOBIL ist Lebensfreude und Inspiration. Dabei eignen sich die unterschiedlichen Themenwelten hervorragend zur vereinfachten Darstellung komplizierter, technischer Vorgänge. Meine neue Ausstellung im Deutschen Museum Bonn markiert eine wichtige Station für mich als Ausstellungsmacher — und zeigt, dass mit PLAYMOBIL (fast) alles möglich ist."

Die Ausstellung "PLAYMOBIL-Technikgeschichte(n) – Sammlung Oliver Schaffer" konnte dank der Unterstützung von WISSENschaf(f)t SPASS im Deutschen Museum Bonn realisiert werden. Besonders stolz sind wir auf die Verbindung zwischen der Faszination des Kreativspielzeugs PLAYMOBIL mit dessen Herstellungsverfahren. Mit Dr. Boy konnten wir einen der Weltmarktführer auf dem Gebiet der Spritzgießmaschinen als Ausstellungspartner gewinnen. „Wir unterstützen diese Ausstellung mit besonderer Begeisterung, weil sie mit den Erzeugnissen aus der Region, weltweit führend bei Chemie, Kunststoffen und Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen, herausragende Beispiele aus Wissenschaft und Forschung in ganz neuer Weise präsentiert“ , sagt Werner Preusker vom Vorstand. „Wir sind sicher, das Deutsche Museum Bonn wird mit dieser Ausstellung erneut zum Magneten für Menschen aller Altersklassen und aller Bildungsstufen, die sich für Technik und Naturwissenschaften interessieren. Vielleicht können wir so noch mehr Mädchen und Jungen für Berufe in diesem Bereich begeistern“. 

Unterstützt wird das Ausstellungprojekt darüber hinaus auch von PLAYMOBIL, Knauber und Kaiplastics.

Pressemitteilung des Deutschen Museums Bonn

Fotos: Deutsches Museum Bonn

Begleitprogramm

Mit Förderung der METIS-Stiftung bietet das Deutsche Museum Bonn zu der Sonderausstellung ein reichhaltiges Begleitprogramm mit Spaß für Jung und Alt an:

  • Die PLAYMOBIL-Suchgeschichten, die es kostenlos an der Museum-Kasse gibt schicken Familien auf eine Entdeckungsreise durch das Museum. Kleine witzige Geschichten verbinden PLAYMOBIL-Figuren mit Exponaten der Dauerausstellung.
  • In der einstündigen Kinderführung "Punkt, Punkt, Strich: Warum PLAYMOBIL-Figuren keine Nasen haben - und andere spannende Technikgeschichten..." für Kinder von vier bis zehn Jahren werden die bunten Wimmelvitrinen erkundet. Diese Führung findet immer samstags um 14.00 Uhr und sonn- und feiertags um 11.00 Uhr für eine Teilnehmergebühr von 3 € zuzüglich zum Museumseintritt statt. Eine Voranmeldung ist nicht möglich.
  • In der parallel stattfindenden Erwachsenenführung zur Technikgeschichte werden die realen Hintergründe der PLAYMOBIL-Technikgeschichten vorgestellt. Das Spektrum reicht von der Raum- und Luftfahrt über die Archäologie und die Polarforschung bis hin zur Teilchenphysik. Die Teilnahme hierfür ist im Museumseintritt enthalten.
  • Der Workshop "Die Trickfilmwerkstatt der kleinen Eule Pfiffikus" führt junge Filmemacher von 8 bis 14 Jahren an die Stop Motion Technik heran. Im selbst produzierten Clip werden PLAYMOBIL-Figuren lebendig. Dieser Workshop kann von privaten Gruppen bis 14 Teilnehmern gebucht werden.
  • Im Schüler-Workshop "KunstStücke - PLAYMOBIL spezial!" lernen Kinder von 11 bis 14 Jahren (Klassen 5 bis 9) die Chemie hinter der Vielfalt der Kunststoffe kennen und erleben den Druck von PLAYMOBIL-Hasen live an der Spritzgussmaschine im Museum. Dieser Workshop kann von privaten Gruppen und Schulklassen gebucht werden.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung für die Workshops gibt es auf der Website des Deutschen Museums Bonn http://www.deutsches-museum-bonn.de/

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